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Personalabbau auf die sanfte Art: Transfergesellschaften fangen Personal auf und versuchen, jedem einzelnen Betroffenen zu einer neuen beruflichen Perspektive zu verhelfen. Doch die Vermittlungsquoten könnten besser sein.
Beratung von der Stange funktioniert nicht
Eine andere Ursache, weshalb nach wie vor mehr Menschen arbeitslos bleiben als Arbeit finden, liegt in der Dienstleistung selbst begründet. "Gerade große Transfergesellschaften kaufen Qualifizierungskurse einfach nur zusammen", ärgert sich Helmut Meyer, Geschäftsführer der Starnberger Roots & Wings Academy + Friends GmbH & Co. KG. "Das ist weder gut für die Effektivität der Maßnahmen noch für das Vertrauen der Mitarbeiter." Der oberbayerische Spezialist für Personalentwicklung hat bereits rund 150 Transferprojekte in NRW sowie in nördlichen Bundesländern durchgeführt.
Meyer zufolge steht die persönliche Situation der von Arbeitslosigkeit bedrohten Mitarbeiter viel zu wenig im Vordergrund. Viele empfänden die Zeit der befristeten Beschäftigung bei einer Transfergesellschaft "als Zubrot oder Trostpflaster" für den schleichenden Übergang in die drohende Arbeitslosigkeit oder in die erwartete Verschlechterung der Arbeits- und Lebensbedingungen. Lediglich ihre Bewerbungsunterlagen aufzubereiten, ihnen ein paar gute Tipps fürs nächste Bewerbungsgespräch zu geben und sie zu Vorträgen zu schicken, werde den tatsächlichem Bedürfnis vieler Menschen nicht gerecht. "Oft haben sie das Vertrauen verloren." Dies wieder aufzurichten, sagt Meyer, schaffe keine Beratung von der Stange.... mehr
Quelle: monster Personal Journal, 08.05.2007
"Die Tür geht nach innen auf!" |
Selbst –Verständnis und Qualität von beruflichen Transfermaßnahmen
Betriebsräte und Arbeitgeber haben immer häufiger über Transfermaßnahmen im Rahmen von Sozialplänen zu beraten. Sie tragen dabei eine große Verantwortung gegenüber den Betroffenen und stehen im Spannungsfeld der Interessen. Sinkende Akzeptanz von Transfergesellschaften und –Agenturen und sinkende Vermittlungsquoten machen die ohnehin schwierige Situation bei den Verhandlungen nicht leichter. Hinzu kommt die öffentliche Diskussion um den vermeintlich wenig effektiven Mitteleinsatz zur Ko – Finanzierung auf der Grundlage der §§ 216 a / 216 b SGB III.
Aus Sicht des Autors müssen Transfermaßnahmen neben der Vermittlung in neue
Beschäftigungsverhältnisse eine Bearbeitung der tieferen persönlichen Dynamiken leisten und somit über enge arbeitsmarktrelevante Herausforderungen hinaus gehen. Die Teilnehmer/innen gehen nach solchen Erfahrungen dann gestärkt und selbstbestimmter aus diesen Krisen hervor. Somit kommt den Betriebsräten und den (ehemaligen Arbeitgebern )
während oder nach Ablauf der Maßnahme, wenn auch verspätet, aber trotzdem die notwendige Anerkennung zu.
Transfergesellschaften oder Transferagenturen und Outplacement –Maßnahmen haben immer auch einen wichtigen mehr